Montag, 9. April 2012

Rückkehr in einen nie dagewesenen Alltag

"Unser" Ostermontag ist in Russland natürlich Arbeitstag. In kirchlichen Strukturen halten wir ihn dennoch frei. Pater Janez von den Jesuiten aus Moskau hatte uns in der Heiligen Woche in Saratow ausgeholfen. Am Palmsonntag hielt er einen Einkehrtag für unsere ausländischen Studenten, und am Mittwoch in der Karwoche einen für die Mitarbeiter der Caritas. Samstag und Sonntag übernahm er die Liturgie und die priesterlichen Dienste in Penza. Heute Nachmittag fährt P. Janez (rechts im Bild) wieder nach Moskau zurück: 16 Stunden Bahnfahrt. Dort trifft er seine Mitbrüder, u.a. Pater Anthony, der - wie schon zu Weihnachten - auch den Ostersonntag mit den katholischen Ausländern in unserer Gefängniskirche in Mordowien gefeiert hat. Morgen wollen die Söhne des heiligen Ignatius dann in Moskau gemeinsam Ostern feiern. Unsere Ordensschwestern (MCSS) aus Mexiko, aber auch die Pfarrer von Saratow und Marx sind am Mittag mit dem Auto nach Moskau aufgebrochen, wo sie morgen ins Flugzeug steigen, um in der kommenden Woche an der Seligsprechung von Mutter Maria Ines, ihrer Ordensgründerin, in Mexiko teilzunehmen. Somit kommt auf Pater Reinhard (links im Bild) gleich eine harte Bewährungsprobe zu: Er wohnt nun allein im Pfarrhaus in Saratow. Gemeinsam mit mir hat er nun die beiden Pfarrer zu vertreten. Ich aber werde nicht immer da sein. Am Freitag z.B. fahre ich nach Woronezh und komme erst Montag Abend zurück.