Mittwoch, 16. Mai 2012

Caritas ohne Grenzen

Schwester Elisabeth, die Caritasdirektorin der Diözese in Novosibirsk, besucht zurzeit mehrere Caritaszentren in unserem Bistum. Es geht ihr um die Kontaktpflege und Absprache von möglichen gemeinsamen Projekten. Zum heutigen Treffen in meinem Büro, wurde sie von Oksana, unserer Caritasdirektorin, begleitet. Methode und Zeugnis waren ihr wichtige Begriffe, mit denen sie einen wichtigen, noch fehlenden Schritt in der Qualifizierung von Caritasmitarbeitern zu beschreiben versuchte. Zeugnis von seinem Glauben zu geben, ohne ihn anderen aufzuzwingen, ist wirklich manchmal ein Problem für gläubige Menschen. Während Schwester Elisabeth dieses Extrem ins Wort hob, schien mir das gegenteilige noch viel häufiger zu sein, nämlich Trägheit und Freudlosigkeit, die jeden Wunsch zur Glaubensweitergabe ersticken. Schwester Elisabeth stammt aus Sangerhausen. Es gab eine Zeit, in der ich in Artern wohnte, eine Fahrradstunde von ihr entfernt. Heute sind es 52 Stunden mit der russischen Staatsbahn, die zwischen Novosibirsk und Saratow liegen.