Dienstag, 8. Mai 2012

Der Countdown zur Pastoralkonferenz läuft

Es sind weniger als noch 48 Stunden bis zum Beginn unserer Pastoralkonferenz am Donnerstagabend geblieben. Die ersten vier Teilnehmer sind schon aus verschiedenen Himmelsrichtungen angereist, andere brechen morgen früh zeitig mit dem Auto auf usw. usf. 102 Priester und Ordensleute erwarten wir in Marx, wo wir - mit Hilfe von Renovabis - ein Kinderferienlager für unsere Veranstaltung gemietet haben. Im Mai ist das noch kein Problem, weil die Sommerferien in den Schulen erst Ende Mai beginnen.
Am heutigen Morgen, noch vor 6.00 Uhr, traf ein dritter Bewerber für den Eintritt ins Priesterseminar in Saratow ein, um mit mir zu sprechen. Er hatte die ganze Nacht im Bus gesessen, der Arme! Außerdem kam ein Mann, der mich wahrscheinlich ein wenig mit einer deutschen Vertretung im Ausland verwechselte, weil er befürchtet, dass sein Vater eine Ablehnung auf den Antrag zur Anerkennung seiner deutschen Volkszugehörigkeit bekommt. Noch vor einer Dienstbesprechung und dem Mittagessen in der Pfarrei besuchte mich ein griechisch katholischer Priester aus der Ukraine. Und am Nachmittag ging es nach Marx zu Beichtterminen. Im Kloster ist heute Bußtag: Viermal im Jahr fasten, schweigen und beten die Schwestern für Priester und Ordensleute, die ihre geistliche Berufung aufgegeben haben. Zum Abendbrot waren mein Gast (Kandidat fürs Priesterseminar) und ich in das neue Pfarrhaus zu Pater Tomasz eingeladen. Bei der Gelegenheit bekam ich zu spüren, dass wir in diesem Jahr - wie 1998 - mit Millionen von Mücken zu kämpfen haben, was der Pastoralkonferenz in Wolganähe hoffentlich keinen Abbruch tut. Zurück in Saratow, habe ich noch schnell alle Konferenzteilnehmer per E-Mail gebeten, sich auf die Mückenplage einzurichten. (Wer 1998 im Juni hier war, weiß, dass das mehr als ein Scherz ist.) Nun bleibt für heute bald nur noch das Abendgebet: "Nun läßt Du Herr Deinen Knecht ..."