Donnerstag, 28. Juni 2012

Einfacher Donnerstag mit Besonderheiten

Zu einem festlichen Frühstück "verhalf" mir heute der selige Erzbischof Jurgis Matulaitis, Ordensgründer der Eucharistieschwestern, die mir in Saratow täglich im Büro und Haushalt helfen. Heute ist es 25 Jahre her, dass er von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen wurde. Aus dem Frühstück bei den Schwestern wurde am Ende eine kleine Dienstbesprechung. Anschließend saß ich den größten Teil des Vormittags bei einem Notar in der Stadt, weil ich einen Mann aus der Pfarrgemeinde bitten will, für mich nach Moskau zu fahren, um mein Visum für Weißrussland zu beantragen. Die Notarin fertigte eine Vollmacht für ihn aus. Kirchenstempel zählen bei Behörden in Russland nicht.
In Marx hat am Vormittag der Unterricht mit den gestern und heute Nacht angereisten Junioristinnen (Ordensschwestern mit zeitlichen Gelübden) begonnen. Außderm ist im Kloster Donnerstag immer Möglichkeit zur hl. Beichte. Darum bin auch ich da und kann denen, die es interessiert, oder die inzwischen sogar schon begonnen haben zu helfen, zeigen, wie weit es mit den Aussenwänden des neuen Hauses ist, (Foto oben).
Während Chrystina, die Malerin werden möchte, schon frei von Prüfungsstress vor den Ferien, ihre Leinwand vor dem Matulaitishaus postierte (Foto) und den frischen Abend, endlich einmal unter 30 Grad, genoss, trafen Pater Artur und seine Ministranten aus Togliatti ein. Sie sind auf dem Weg zum morgigen Hochfest in unsere Kathedrale, die den Aposteln Petrus und Paulus geweiht ist. Sie übernachten zweimal im Marxer Pfarrhaus. Auch das ist ein Stückchen der "Ferien mit Gott". In Russland ist es im Sommer schwer, Fahrkarten für den Zug zu bekommen. Darum müssen Chrystina und einige andere noch ein paar Tage auf die Heimfahrt in die Ferien warten.
Stolz und froh führte mir Pater Artur seinen nagelneuen Kleinbus (Foto) vor, um den er seit Jahren für die Seelsorge in seinen Pfarreien gebeten hatte. Nun endlich, mit Hilfe von Wohltätern, konnten wir ihn kaufen. Der Ausflug mit den Ministranten ist die Jungfernfahrt mit dem Auto. Morgen in Saratow gibt's deshalb eine spezielle Fahrzeugsegnung. Zum Abendbrot gab es Bockwurst, Makkaroni und - natürlich - Ketchup. Für morgen früh sind 60 km bis zur Kathedrale geblieben. Auch ich übernachte in Marx und nehme dann am Morgen ein volles Auto mit Kindern mit zur Festmesse und zum Mittagessen.