Montag, 11. Juni 2012

Grundsteinsegnung in Beloretschensk

103 km zeigte der Kilometerzähler nach der Fahrt von Krasnodar nach Beloretschensk an. Dazu 34 Grad im Schatten, und Gottesdienst mit weit über 100 Gläubigen im Kellergeschoss der kleinen Marienkirche, deren Grund- bzw. Eckstein ich heute segnete. Der Stein selbst stammt aus Jerusalem, wo ihn ein armenischer Priester vor unseren Augen aus dem Felsen, unterhalb von Golgotha, gehauen hatte. Zwei Schwestern aus Krasnodar waren schon am Vortag mit Pater Sergej hier her gefahren, um die letzten Vorbereitungen mit der Gemeinde zu treffen. Das Wasser lief während der Messe von den Betonwänden im niedrigen Kellergeschoss. Über 20 Kinder und Jugendliche empfingen heute hier zum ersten Mal die heilige Kommunion. Die Pfarrer aus Krasnodar, Anapa, Sochi und Taganrog waren der Einladung ihres Mitbruders aus Beloretschensk gefolgt. Die Predigt musste "den Klimabedingungen entsprechend" kurz sein. Es ging um Christus, der sich selbst den Eckstein nennt, und der mit der ersten heiligen Kommunion ein Fundament im Herzen legen möchte, auf das man ein ganzes Leben aufbauen kann. Nach armenischer Tradition, baten viele nach dem Gottesdienst um einen persönlichen Segen, zu dem eine Berührung am Kopf (an der Stirn) dazu gehört. Die Kuchen und Torten, die dann vor dem Bau aufgetischt wurden, schienen in der Sonne zu zerlaufen. Nach einem typisch armenischen Abendessen kehrten wir nach Krasnodar zurück.










Im Bistum Sankt Clemens beten wir heute besonders für drei Ordensschwestern in Sibirien, die heute Morgen auf dem Weg zur Pastoralkonferenz nach Novosibirsk mit dem Auto verunglückt sind, besonders für eine, über deren Zustand die Ärzte bis zum Abend noch nichts Genauers sagen konnten.