Samstag, 9. Juni 2012

Rostow am Don - vor dem Fronleichnamssonntag

Die Reise nach Rostow am Don hat über 12 Stunden gedauert, nicht zuletzt, wegen zweier geschlossener Bahnübergänge, die uns insgesamt mehr als eine Stunde aufhielten. Außerdem häufte sich gen Süden das Lieblingspielzeug unserer Verkehrspolizisten am Straßenrand: versteckte Kameras zum Überwachen der Geschwindigkeit. Erlaubt sind auf Landstraßen 90 km/h. Autobahnen gibt es nicht im Bistum Sankt Clemens. Wir kamen noch pünktlich zur Abendmesse. Dann eilten meine vier Begleiterinnen zum Zug nach Krasnodar, wo sie ihre Mitschwestern besuchen wollen. Nachts um 1.00 Uhr wurden sie dort erwartet. Hier in Rostow beten die Priester gemeinsam am Morgen. Nach dem Frühstück war ausreichend Zeit, mit Pater Zbignew über aktuelle Pfarrangelegenheiten zu sprechen. Heute Abend werde ich ihn endlich auch liturgisch ins Amt als Pfarrer einführen. Draussen im Park um die Kirche herum werden heute die Altäre für die morgige Fronleichnamsprozession aufgebaut. Die ganze Gemeinde hilft mit. Pater Ignatius, einer der hier lebenden Salesianer, ist sehr handwerklich und künstlerisch begabt, so dass die Altäre mit genauen Massangaben, nach Plan zusammengesetzt werden. Angenehme Luftfeuchtigkeit und Temperaturen unter 30 Grad locken mich Saratower auf die Straße. Ein Tag - fast wie im Urlaub.