Dienstag, 31. Juli 2012

Ein paar Zeilen um aufzuholen

Ohne Zusammenfassung schaue ich noch einmal kurz zurück auf das 5. Diözesanjugendtreffen unseres Bistums Sankt Clemens, dessen praktische Durchführung wir besonders der Solidaritätsaktion Renovabis verdanken. Unter dem Thema der Freude, hatte das Vorbereitungsteam Katechesen und Impulse für Arbeitsgruppen vorbereitet, die nicht nur um christliche Freundschaft und Liebe kreisten, sondern klar zur Sache kamen und sie auf den Punkt brachten. Die Jugendlichen nahmen das sehr dankbar auf.
Auf dem über 1.000 km langen Heimweg durch die südrussische Provinz entdeckte ich erstmals in meinem Bistum eine alte Windmühle (Foto), und ein paar Hundert Kilometer weiter begrüßte die Kraftfahrer das steinerne Ortsschild einer (hoffentlich ebenfalls: ehemaligen) Kolchose mit den Worten "Vorwärts zum Kommunismus" (Foto unten). Ein kleines Beispiel dafür, dass hier manches "ein bißchen" länger dauert.
In Orenburg traf ich drei Osnabrücker "Klosterbauer", die mit den schon früher genannten Jugendlichen einen Spielplatz auf dem Pfarrgrundstück bauen. In Samara machte ich Pause wegen einer Dienstbesprechung mit meinem Generalvikar. Von dort bis nach Marx waren es, wegen der üblen Straßenverhältnisse, dann "nur noch" sechseinhalb Stunden. In Marx sind vorgestern und gestern drei Jugendliche angereist, die am jährlich von den Schwestern angebotenen Exerzitienkurs für am Ordensleben Interssierte teilnehmen möchten. Die ersten Tage gestalten die Schwestern komplett allein. Von Donnerstag bis Sonntag übernehme ich den Kurs.
Nun aber nimmt mich ersteinmal das Büro für zwei Tage in die Pflicht. Der erste große Termin heute Vormittag ist eine Caritassache: Hilfe für die Opfer der Überschwemmungen im Süden unseres Bistums, besonders in Krimsk. Vorgestern hatten wir in den Sonntagsgottesdiensten eine bistumsweite Kollekte in diesem Anliegen erbeten.
Und noch eins ist - für Freunde des Bistums Sankt Clemens - der Rede wert, nämlich die Bitte um je ein kleines Gebet für eine Ordensschwester, der wir unsagbar viel verdanken: Schwester Helena aus Marx liegt im Krankenhaus in Saratow und wird heute operiert. Auch wenn es keine lebensbedrohliche Sache ist, wird wohl keiner mit ihr tauschen wollen.
Zum heutigen Fest des heiligen Ignatius möchte ich besonders den Jesuiten herzlich gratulieren und ihnen Gottes Segen für ihre Gemeinschaft wünschen. Einer ist ja auch bei uns im Bistum tätig, jedenfalls einmal im Monat: Pater Anthony aus Moskau, der regelmäßig die katholischen Gefangenen in der Teilrepublik Mordowien besucht. Die Jesuiten in Nowosibirsk nehmen im September 2 oder sogar 3 unserer jungen Männer in ihre Obhut, die sich für den Eintritt ins Priesterseminar entschieden haben. Außerdem werden dort in Sibirien seit ein paar Jahren von den Jesuiten verschiedenste Exerzitienkurse angeboten, an denen auch hin und wieder Priester, Ordensleute und Laien aus dem Bistum Sankt Clemens teilnehmen.