Dienstag, 7. August 2012

Treffen in Togliatti

Diesmal ist es keine von den gewoehnlichen Pastoralreisen, die mich nach Togliatti gefuehrt hat. Vielmehr steckt ein trauriger Grund dahinter: Die Schwestern hier geben ihre Niederlassung auf, besser gesagt: deren Provinzleitung hat so entschieden. Abschied und Klaerung von Eigentumsfrage stehen auf der Tagesordnung bis morgen Mittag. 
Vier Kinder aus Marx begleiten mich auf der Reise, eben so viele, wie ins Auto rein gingen. "Ich war noch nie so weit von zu Hause weg", sagte eine, waehrend eine andere sofort urteilte: "Togliatti ist die schoenste Stadt, die ich kenne." (Sie kann noch an einer Hand zaehlen, wie viele Staedte sie ueberhaupt kennt.)
Als Treffpunkt hatten wir den Bauplatz der neuen Kirche ausgemacht, (Foto). Hier erwarteten uns Pfarrer und - zu meiner Verwunderung und Freude - der Kaplan. Scheinbar wegen eines kleinen Fehlers im Buero der Ordensleitung, hatte man vergessen, mich ueber seine Entsendung nach Togliatti zu informieren. Ein leicht zu verzeihender Fehler. Es kann natuerlich auch sein, dass ein Versehen in meinem Buero Schuld ist. Uebermorgen, wenn ich wieder zu Hause bin, muss ich das nachpruefen. - Letztlich geht es ja zum Glueck gar nicht um Schuld.