Samstag, 4. August 2012

"Tu autem sequere me." (Joh 21,22)

Als der auferstandene Jesus mit Petrus am See von Galiläa spazieren ging und ihn in die Pläne für seine Kirche einweihte und "einband", drehte sich Petrus plötzlich um und sah Johannes, den Lieblingsjünger Jesu hinter sich gehen. "Und was wird aus dem?" fragte er Jesus. Jesus gab (sehr frei übersetzt) zur Antwort: "Das ist nicht deine Sache. DU ABER FOLGE MIR NACH."
Diese Worte Jesu in lateinischer Sprache (Tu autem sequere me) begleiteten Generationen von Norbertinern, die im Spätberufenenseminar in Magedeburg ihren Weg zum Priestertum begannen. Eben dort, wo sich Vieles im Stillen entschied, in der Kapelle, waren jene Worte auf den Türen des Tabernakels geschrieben. Als das Norbertinum geschlossen wurde, erkundigte ich mich beim letzten Direktor, was aus dem Tabernakel werden würde. Zu meiner großen Freude, bekam ich die "Reliquie" daraufhin als Geschenk überreicht. Auch ich war Norbertiner (1978-1981). Eben dieser Tabernakel bedeutet mir viel. Nun wollen wir ihn restaurieren und im neuen Haus der Stille (Oase, Wüste, Getsemani, ...?) verwenden.
Mögen Priester und Ordensleute, christliche Laien und Suchende hier Antwort, Trost, Ermutigung, Bestätigung, Richtung u.v.m. finden, in der stillen Gegenwart des Herrn, der uns alle in seine Nachfolge ruft.

Ganz herzlich grüße ich alle ehemaligen Norbertiner! - Und denen, die Priester geworden sind, ein besonderes Memento, heute, am Tag des Schutzpatrons der Pfarrer und doch wohl aller echten Seelsorger...