Sonntag, 23. September 2012

Pater Pio von Pietrelcina

Durch die Liturgie des heutigen Sonntags, die wegen ihrer österlichen Bedeutung Vorrang vor Heiligenfesten hat, rückt der Gedenktag des heiligen Paters Pio von Pietrelcina ein wenig in den Hintergrund. In einer Beschreibung des Heiligen fand ich die Bemerkung, dass er hauptsächlich und fast ausschließlich von Italienern verehrt würde. Dass dem nicht so ist, belegen verschiedenste Tatsachen aus dem Alltag meiner Umgebung. Ohne nachzufragen, habe ich bemerkt, dass einige Priester in meinem Bistum den Heiligen sehr verehren, viele Ordensschwestern ebenso. Die Gläubigen in den Gemeinden kennen ihn in der Regel. Noch vor der Öffnung des Eisernen Vorhangs sprach man im christlichen Untergrund der Sowjetunion vom Pater in San Giovanni Rotondo. Einer unserer drei Kandidaten ins Priesterseminar, deren Zug morgen Abend halb zwölf in Novosibirsk ankommt, hat sich den Heiligen des heutigen Tages zum Schutzpatron ausgewählt. Im Januar 2012 durfte ich am Grab des heiligen Pio eine heilige Messe zelebrieren. (Foto) Von Theoretikern ist der Heilige hier und da umstritten, von Betern nicht.