Sonntag, 9. September 2012

Was Gott verbunden hat ...

Der heutige Sonntag glich einem Gemeindefest in Marx. Grund war die Hochzeit von Dimitrij und Marina. Sogar aus Saratow (60 km) und Balakowo (105 km) waren Gläubige gekommen, was für die Beliebtheit der Brautleute spricht. Gestern hatten sie standesamtlich geheiratet. Ich durfte der Trauung im Sonntagsgottesdienst der Gemeinde assistieren, beinahe mit ein wenig Lampenfieber, denn das letzte Mal durfte ich das vor über 8 Jahren. Die Pfarrer geben Trauungen nicht gern ab. (-:
Hier im kleinen Städtchen Marx an der Wolga hat Marina aus dem mehrere Tausend Kilometer entfernten Malinovka in der sibirischen Taiga ihren Bräutigam gefunden. Das klingt wie ein Märchen und hat doch seine ganz konkrete Vorgeschichte.
Wie also das alles zustande kam? Marina ist eine der Jugendlichen (siehe Foto nebenan), denen wir helfen konnten, eine Berufsausbildung zu machen. Mit eigenen Mitteln hätte Marina nicht die Kraft dazu gehabt. Auch wir hätten nicht helfen können, wären da nicht die Sumser Kinder-Stiftung und die Hilturper Missionare in Münster ...
Marina hatte ihre Krankenschwesternausbildung im letzten Jahr beendet. Jetzt gehört zu zum kleinen Caritasteam, mit dem wir einen vorerst ambulanten Hospizdienst aufbauen.