Sonntag, 7. Oktober 2012

Einst wurden in diesem Land die Kreuze von den Kirchtürmen gerissen

Heute wurde eins gesegnet und an aufgestellt. Für die katholischen Christen in der Kabardino-balkarischen Republik war es ein Fest besonderer Dimmension. In der Hauptstadt, Nalchik, gab es heute keine heilige Messe. Dafür standen die beiden Pfarreiautos und ein gemieteter Autobus bereit, die uns alle nach Blagoweshenka brachten. Dort feierten wir die Sonntagsmesse und versammelten uns anschließend an der neuen Kirche, vor der ich das Turmkreuz segnete, bevor es nach oben getragen wurde. Mittagessen auf dem Pfarrgrundstück gab's für alle. Den anschließenden Verdauungsspaziergang durchs Dorf konnte man zu Fuß oder hoch zu Roß machen. (Die Pfarrei hat 4 kabardinische Pferde.) Eine Stunde erzählte ich anschließend übers Bistum. Die Rückfahrt nach Nalchik dauerte abermals eine Stunde, auf sonniger, von Militär und Polizei bewachter Straße. Den Abschluß des Gemeindefestes bildete eine feierliche Vesper. Noch bevor die einen zur Tür hinaus waren, waren die anderen bereits drin: Es folgte ein Treffen mit heimischer Intelligenz. Auch aus dem Abendbrot wurde eine Gesprächsrunde: Christen anderer Konfessionen waren eingeladen.