Freitag, 30. November 2012

Ein ruhiges Wochenende scheint es nicht zu werden

Erstens, weil ich noch nicht wieder zu Hause bin, sondern - im Gegenteil - in Irkutsk am Flughafen auf neue Informationen warte. Der Flug nach Moskau ist voerst um über zwei Stunden verschoben. Das Wetter scheint dort mehr als unfreundlich. Den Anschluss nach Saratow bekomme ich nicht. Umbuchen ist freitags nicht so einfach, weil die Maschinen ausgelastet sind.
Zweitens, weil ich eine kurze Nachricht aus der Ukraine bekam, von wo wir eine Entscheidung über einen neuen Pfarrer für Pyatigorsk erwarten, nachdem der geplante und erwartete Kandidat unerwartet zum Bischof ernannt wurde. Stattdessen lese ich gerade eine kurze Nachricht: "Lieber Herr Bischof, noch einer von uns ist zum Bischof ernannt worden."
Drittens, aber das hat zumindest ein wenig Zeit, weil - wie man inzwischen in der offiziellen Mitteilung über die Sitzung unserer Bischofskonferenz lesen kann - wir unter anderem entschieden haben, das zentrale Büro der "Caritas Russland" zu schließen. Das bedeutet eine Strukturvereinfachung, aber auch die Neuverteilung von Aufgaben, z.B. auf eine Kommission der Bischofskonferenz und - in der Praxis - besonders auf die Diözesanen Caritasbüros, speziell auf das Moskauer. Wichtig wird eine gute Zusammenarbeit der Direktoren sein, und - natürlich - die Koordinierung.
Und gerade dieses Wochenende ist der Anfang eines neuen Kirchenjahres, der 1. Adventssonntag. Mögen die "Sorgen des Alltags" (Mt 13,22?) das nicht verdrängen!
Nachtrag: Moskau, 16.13 Uhr (Irkutsk, 21.13 Uhr). Sechs Stunden 10 Minuten hat der Flug gedauert. Ankunft 3 Stunden zu spät. Da Saratower Maschine ist dennoch nicht "schon weg", sondern "noch nicht da". Seit gestern ist in Saratow Nebel. Schon fünf Flüge sind nicht geflogen. Ich wollte gleich eine Fahrkarte für den Zug kaufen, aber an der Kasse sagte die Dame ohne Nachzuschauen, dass heute für alle Züge nach Saratow alle Fahrkarten ausverkauft sind. Da bleibt nur: abwarten.