Donnerstag, 6. Dezember 2012

Morgenstund' ...

Das waren aber nicht alles Nikoläuse, die heute am frühen Morgen im Stau vor Saratow standen. Wenn es in den nächsten Tagen - mit großer Verspätung - endlich zu schneien beginnt, wird das Chaos auf den Straßen komplett. Schneeräumen war noch nie Saratows Stärke. Das Handybild bei schwacher Beleuchtung wird heute so ziemlich das einzige Foto bleiben. Ich bin am Zusammenpacken und Computer Ausschalten. Heute Abend fahre ich mit dem Zug nach Astrachan, wo wir 250 Jahre seit Baubeginn und 20 Jahre seit Rückgabe der Kirche feiern wollen. 13 Stunden wird die Fahrt dauern, teilweise durch Kasachstan. Glücklicherweise gibt es inzwischen ein Abkommen, das mir die Formalitäten eines Transitvisums erspart. Zwei Jugendliche aus Saratow werden mich begleiten, ... denn ich fahre nicht besonders gern allein mit der Bahn in Russland. Für die beiden wird es ein Abenteuer, aber auch eine seltene und schöne Gelegenheit, andere katholische Jugendliche kennenzulernen. In Astrachan werde ich, außer denen, die immer dort wohnen, auch viele Gäste treffen, den Nuntius aus Moskau, Pater Jozef aus Wolgograd, Alberta aus Elista, Pfarrer Bosco Marschner und eine kleine Delegation der Astrachaner Partnergemeinde aus Zittau, ... 
Liebe Autofahrer! Wenn Sie mich, mit Kennerblick auf das Foto, auf die Notwendigkeit neuer Bremsbeläge hinweisen möchten, dann - sein Sie beruhigt - haben Sie das hiermit getan.
Ach, und zu guter Letzt: In Osnabrück ist Nummer 41 der Zeitschrift "Eine Kuh für Marx" erschienen. Wer online blättern, oder die Nummer herunterladen möchte, kann das hier tun: Die Kuh. Gerade in den Tagen, in denen hier weniger Neues kommt, könnte das eine nette Abwechslung, Ergänzung und Weiterführung sein.