Freitag, 28. Dezember 2012

Weihnachtsgrüße zum 7.1.2013 etc.

In ganz Russland habe ich vier bischöfliche Mitbrüder - katholischer-seits: den apostolischen Nuntius und die drei Ordinarien in Moskau, Novosibirsk und Irkutsk. Wieviele solche Mitbrüder ich orthodoxer-seits, allein hier im Bistum Sankt Clemens mittlerweile habe, wurde mir gerade bewusst, als ich die Weihnachtsgrüße schrieb. Nach julianischem Kalender fällt der 25. Dezember ja auf den (gregorianischen) 7. Januar, so dass meine Glückwünsche noch pünktlich ankommen könnten, bei allen 40 Bischöfen hier im Süden Russlands. Eigentlich sind es sogar noch mehr, nur sind einige erst vor Kurzem ernannt worden und haben noch keine Adresse, wohin man schreiben könnte. Die inzwischen große Zahl der orthodoxen Bischöfe hat mit der Teilung vieler Diözesen in letzter Zeit zu tun. Dieser Schritt soll die Bischöfe, nach urkirchlichem Beispiel, nicht nur geographisch näher an ihre Gläubigen bringen.
Was es sonst Neues gibt? Morgen wird in Polen die Mutter eines unserer jungen Priester beerdigt. Wird beten im ganzen Bistum für die Verstorbene. Einige sind gefahren, um ihrem Mitbruder und seinen Angehörigen dadurch Trost und Stütze zu sein. - Heute morgen schrieb ich einen ungewöhnlichen Brief ans Bezirksgericht in Saratow, um Fürsprache für einen jungen Vater zweier Kinder einzulegen. - Jetzt gehe ich zu einem Treffen der Diözesan- und Stadtcaritas hier in Saratow, um einen geistlichen Impuls zu geben und Weihnachten zu feiern. Mittagessen gibt’s in der Pfarrei.