Dienstag, 29. Januar 2013

It's a blessing!

Selbst an Sonntagen und an Tagen, an denen nichts Neues hier im Blog zu finden ist, meldet der Zähler in den letzten Wochen täglich über 100 (verschiedene) Besucher. Das macht mich leicht betroffen und beschämt. Denn die Notizen sind flüchtig und die Bilder nicht selten im Vorbeigehen gemacht, so wie das heutige von gestern Abend, als ich aus der Autowaschanlage nach Hause zurückkehrte und kurz am Automaten 500 Rubel für meine Handygespräche einzahlte. Saratow bei Nacht... 
Es ist bald 15 Jahre her, dass ein deutscher Gast, nach seiner Dienstreise in einem Rundbrief über den jungen Bischof schrieb, der so viele ungewöhnliche Sachen selber erledigt. Der deutschen Höflichkeit kommt man nicht an den Kragen. Dennoch war der Unterton unzweideutig negativ. Gestern - das war mein Abendspaziergang. Genehmigt? Mein Verwaltungsapparat für das Bistum ist tatsächlich sehr klein. Und manchmal bin ich überfordert. Um der Sache nun aber zum Happy End zu verhelfen, füge ich die Worte der unvorbereiteten Predigt eines amerikanischen Kardinals an, der 1998 zum Abschluss einer Bischofsversammlung in Rom auf uns Teilnehmer blickte und auf mich zeigend anhob: "Und hier sitzt unser Benjamin aus Russland. Der leidet darunter, dass er keine Kurie hat. Ich aber sage ihm: "Das ist ein Segen!"