Samstag, 5. Januar 2013

Was es mit dem Schweigen auf sich hat

Foto: www.kirche-in-not.ch 
Erstens mal, gehört es ja zu den Menschenrechten, dass man schweigen darf. J
Und dann gibt's noch folgende Gründe: Unsere beiden Seminaristen Denis und Rodion kommen mich heute besuchen und bleiben bis zum 9. Januar. Nach der Abendmesse in der Kathedrale fahre ich mit dem Kleinbus der Pfarrei, zu "Dreikönige" nach Marx, um nach der Sonntagsmesse eine Kindergruppe mit nach Saratow zu nehmen. Ich hatte die Kinder "mit Übernachtung" zu mir in die Stadt eingeladen. Das scheint ihnen das Wichtigste zu sein: nicht zu Hause schlafen. Am Montag ist Weihnachten in der orthodoxen Kirche. Darum ist es auch der letzte Ferientag für die Schüler vieler Schulen in Russland. Montagabend reisen drei Priester aus dem Bistum an, mit denen ich innerhalb von zwei Tagen den Pastoralplan für 2013 erarbeiten, bzw. durchgehen möchte. 
Das alles wäre normal und in Ruhe zu schaffen, wenn da nicht die Morgenandachten für den Deutschlandfunk wären, die vom 4.-9. Februar gesendet werden sollen. Einmal im Jahr willige ich in dieses Unternehmen ein und müsste es langsam gewohnt sein. Das Gegenteil ist der Fall. Eben das wird noch ein wenig Plage bereiten. Wenn ich heute noch den dritten Text schaffen sollte, bleiben noch drei für die Zeit nach dem 9. Januar. Dann wird es aber auch höchste Zeit! Gut, dass noch keine Mahnbriefe kommen.