Freitag, 25. Januar 2013

Wie schreiben, wenn's nur Alltag ist?

Obwohl ich die dreitägigen Exerzitien in Marx begleite, kann ich auch einigermassen den Büroangelegenheiten dieser Tage nachkommen. Die Technik macht's möglich. Und auch für einen Spaziergang, hier in der Kleinstadt, reichte heute die Zeit. Das Wetter hat sich, wie man auf dem Bild sehen kann, zum Guten gewendet.
Unsere Seminaristen in Sibirien sind am Morgen zu einem dreiwöchigen Praktikum nach Tomsk aufgebrochen. Ich vermute, dass sie in der Pfarrei helfen -, bzw. zuschauen werden. Es könnte aber auch sein, dass sie dort - gerade jetzt im Winter - den Schwestern von Mutter Theresa helfen. Bald werden sie schreiben, vermute ich. 
Warum unsere Seelsorger seit über 10 Jahren manche der Gefängnisse in Mordowien nicht mehr besuchen können, stellte sich heute unerwartet heraus. Wir hätten den Vertrag über die Zusammenarbeit seit 1999 nicht mehr verlängert, war die Antwort auf die konkrete Bitte um Eintritt zu einem Inhaftierten. Das muss nach einer Auswechslung des Seelsorgers unter den Tisch gerutscht sein. Den heute erhaltenen Hinweis sehe ich als gutes Zeichen an. 
Dass das Fest der Bekehrung des Apostels Paulus in die o.g. Exerzitien fällt, ist auch ein schönes Zeichen, auf tiefere Art. Gibt es doch keinen Zufall bei Gott. "Herr, was willst du, dass ich tun soll?" heisst es in einer üblichen Bibelübersetzung der Ereignisse auf dem Weg nach Damaskus. Eine Frage, die zum täglichen Gebet werden kann und die Gott bei denen, die es ernst meinen, kaum unbeantwortet bleiben lässt. 
P.S. Nach 27 Tagen konnten wir heute zu zweit die Heizung im Marxer Kloster wieder in Ordnung bringen, mit der es seit Ende letzten Jahres Probleme gab. Die Firma, mit der wir einen Vertrag unterschrieben haben, wollte niemanden zum Nachschauen schicken.