Sonntag, 5. Mai 2013

Geschafft

"Haben oder sein" hieß mal ein philosophischer Bestseller von Erich Fromm. Mir fielen die beiden Worte ungewollt wieder ein, als ich kurz überlegte: Heute noch einen Blog-Eintrag machen, oder nicht: Ich bin mehr geschafft, als dass ich es geschafft habe.
Und dabei war es nur das gewöhnliche Programm des Ortspfarrers, den ich an diesem Sonntag in Saratow vertrat:
Am Morgen: Halb neun aus dem Haus. Beichten, hl. Messe, Begegnungen, Mittagessen in der Pfarrei.
Dann: Abfahrt nach Kamyshin (200 km). Unterwegs Kurzbesuch eines jungen katholischen Mannes im Gefängnis, das man in einem der ehemaligen deutschen Dörfer der Wolgarepublik einrichtet hat.
Abends: Beichte, Abendmesse und Essen in Kamyshin. Rückfahrt bei Einbruch der Dunkelheit, (200 km gegen in der Regel schlecht eingestelltes Abblendlicht des Gegenverkehrs.). 23.00 Uhr zu Hause.
Mich begleitete P. Reinhard, unser "Kaplan" und "Nothelfer" in Saratow.

Die Wolga, südlich von Saratow

Kamyshin, St. Theresia
Kirche und Pfarrhaus in Kamyshin
Deutsche Dorfkirche von 1913 (ehem. Messer)

Nur ca. 10 - 20 Jahre erlebte diese Kirche Gottesdienste, bevor sie enteignet wurde und schließlich zusammenbrach.