Montag, 24. Juni 2013

Kristina hat's geschafft

Kristina und ihre Mutter aus Sibirien
Sie ist inzwischen 20 und von nun an Krankenschwester. Kristina, aus einem der vergessensten Dörfer, tief in der sibirischen Taiga, hat ihren Abschluss gemacht. Das verdankt sie zu einem großen Teil Ordensschwestern, die sich ihrer angenommen hatten, weil sie Kristina und ihre Familie durch die weitflächige Seelsorge um die Stadt Tomsk herum kannten. Die Schwestern helfen Jugendlichen aus auf verschiedenste Weise armen Familien, den Schritt von der Schulzeit in ein verantwortetes Leben zu schaffen. Nicht immer geht es gut. Heute war ich zu einem kleinen Abschlussabend nach Marx eingeladen, wo Kristina bei uns wohnte. "Bei uns" kann ich sagen, weil wir genügend Platz für solche Jugendliche haben. Das wiederum verdanken wir einer Stiftung und Pater Dr. Heinrich Linnenbrink MSC aus Münster. - Kirche ist eine große Familie.
Kristinas Mutter aus Sibirien ist zurzeit auch in Marx zu Besuch. "Ruhen Sie ein bisschen aus", sagte sie lächelnd, "dann schicke ich ihnen noch jemanden". (Kristina war schon ihre zweite Tochter, die in Marx den Beruf einer Krankenschwester erlent hat.)