Sonntag, 7. Juli 2013

Der Sonntag vor den Exerzitien

Beim verlassen des Friedhofs von Raskatowo (ehem. Rohleder). Oben rechts
die ehem. St. Antonius Kirche (ohne Turm), links: heruntergekommene Häuser
der Kolchose, in denen u.a. unsere Schwestern regelmäßig Katechesen halten.
Heute feierten wir die letzte Sonntagsmesse in der Marxer Pfarrkirche, bevor sie für ihren zwanzigsten Weihetag gründlich renoviert wird. Ich war dort wegen der fünf jungen Frauen, die sich für den Exerzitienkurs zum Thema Ordensberufung eingetragen hatten und inzwischen alle angereist sind. Noch bis Mittwochabend werden sich die Schwestern um sie kümmern, mit Gesprächen, kleinen Vorträgen und einfachen geistlichen Übungen, besonders aber dadurch, dass die fünf den konkreten Klosteralltag mitleben. Von Donnertsag bis Sonntag Morgen übernehme ich dann die Gruppe. (So ist es üblich und hat sich als gut erwiesen, seit über 20 Jahren.) Da schon alle da waren, lud ich heute Nachmittag zu einem Ausflug in ein ehemaliges katholisches und ein ehemals evangelisches deutsches Dorf der Wolgarepublik ein. In beiden zeugen großartige Kirchbauten vom lebendigen Glauben und von der Opferbereitschaft der Dorfbewohner am Anfang des 20. Jahrhunderts. Ende August 1941 wurden alle (!) deportiert. Der Ausflug gab uns die Möglichkeit, uns schon ein wenig kennenzulernen, was für die kommenden Exerzitien sicher beiderseits von Nutzen sein wird.