Freitag, 5. Juli 2013

Erste Enzyklika - kurz vor dem Wochenende

Heute Mittag wird die erste Enzyklika von Papst Franziskus veröffentlicht. Man sagt: Benedikt XVI. hat sie begonnen, und Franziskus hat sie zu Ende geschrieben. (Hier ein schöner Link dazu.) Natürlich, das Nachdenken über den Glauben hatte Papst Benedikt mit dem "Jahr des Glaubens" (noch bis 24.11.13) zum Thema gemacht. Darum kann die heutige Enzyklika zu einem nochmaligen Impuls, aber auch zu einer schönen Meditations- und Arbeitsgrundlage für die kommenden fast 5 Monate, aber auch darüber hinaus werden. (Hier der Text im Wortlaut.)
So regelmäßig wie in dieser Woche, bin ich schon lange nicht zur heiligen Messe in unsere kleine Kathedrale gegangen: nämlich täglich. (Selbst wenn ich nicht unterwegs in Pfarrgemeinden des Bistums bin, feiere ich die heilige Messe manchmal in der Kapelle zu Hause, sehr früh am Morgen.) Es sind nicht viele, die wochentags bei der üblichen, drückenden Juli-Hitze zur Kirche kommen. Interessant ist, dass immer wieder alle Altersgruppen beim Gottesdienst vertreten sind. Die Kirche steht an einer Straße, die vom Stadtzentrum hinunter an die Wolga führt. Darum kommen hier täglich Tausende Menschen zu Fuß vorbei: Saratower, die ans Ufer Spazieren gehen, Urlauber von den Schiffen, die für ein paar Stunden hier anlegen, bevor sie weiter nach Wolgograd (Süden) oder Samara (Norden) fahren. Die für das traditionell russische Verständnis sehr ungewöhnliche Kirchenarchitektur, führt dann nicht selten zur bewussten Druckausübung rechter Touristenzeigefinger auf die auslösenden Mechanismen von Fotoapparaten.