Donnerstag, 11. Juli 2013

Kekse und Ziegenmilch


Einen Terminkalender zu führen, scheint in Russland oft sinnlos. Der Tag im Büro war übervoll. Geschafft von dem, was ich mir vorgenommen hatte, habe ich fast nichts. 
Um 18.00 Uhr sollte ich in Marx sein, um den Pfarrer zu vertreten. Er bleibt zwei Tage länger als erwartet in Astrachan, weil es so lange mit der Visaausstellung für Kasachstan dauert. Nächsten Monat will er mit Jugendlichen dorthin fahren. Wir feierten die Messe im Keller. Oben in der Kirche hat die Renovierung begonnen. 
Anschließend überredeten mich zwei Großmütter auf den Kirchentreppen, ins Dorf zur Katechese zu fahren. Ich wäre schon eine Ewigkeit nicht mehr dort gewesen. Die beiden stammen von da, sind aber inzwischen in die Stadt umgezogen. Das wurde ein Fest. Eine Stunde lang erzählte ich der kleinen Gruppe im Wohn- und Betzimmer vom Leben, vom Stil und den Predigten des Papstes. Das kann ich momentan spontan. Dann setzten wir uns in die Küche, wo es Kekse und Ziegenmilch gab. Zuguter letzt musste ich nochmal nach Saratow, weil ich doch ab morgen Exerzitien begleite und einiges dafür nach Marx holen muss.