Freitag, 19. Juli 2013

Nachträgliches

Wie mühsam es hier auf den Straßen im südrussischen Bistum ist vorwärtszukommen, zeigt der gestrige Tag. Erstmals nahm ich eine Abkürzung, so dass es nur 1182 km von Krasnodar nach Marx waren. Dass ich aber am Morgen um 5.00 Uhr losgefahren war und erst kurz nach Mitternacht ankam, ohne dass ich mich irgendwo länger aufgehalten hätte, spricht für sich. 

Drei Bildcollagen kürzen das Erzählen ab:

Die Krasnodarer Pfarrkirche St. Liborius (unten), vor 13 Jahren zum großen Teil von einem Pfarrer des Erzbistums  Paderborn finanziert, der sein Leben lang (seit 1946) für einen guten Zweck gespart hatte. Das moderne Projekt stammte aus Polen. Der Bau stellt die Arche Noah dar. 
100 km von der Großstadt entfernt: die Stadt Beloretschensk. Hier entsteht zurzeit eine Kirche für die katholischen Christen der Stadt (oben), die fast alle Armenier sind.






Wie immer: Ein Klick aufs Bild vergrößert.
Mit fünf Priestern sprach ich - nicht am Telefon - in Ruhe über deren (und meine) aktuellen Angelegenheiten. Pfarrer und Kaplan (links) nahmen die Angereisten freundlich im Pfarrhaus auf und sorgten für eine brüderliche Atmosphäre. Die drei Gäste zeigen, wie international unser Klerus ist: P. Con aus Irland, P. Pawel aus Polen, P. Raul aus Argentinien.
Der Rückweg, wie gesagt, weit, weit, weit, ... bot verschiedenste Bilder, u.a. eine "Müllentsorgungsanlage" unter freiem Himmel. Die Anlieger sagen, dass die LKW's aus Sotschi kommen, deren Ladungen hier verbrannt werden. Aber auch heile Natur gab es zu sehen, z.B. Graureiher am Straßenrand. Und - keine Seltenheit - wegen der Hitze fährt ein Bus aus Tschetschenien mit offener Tür.