Dienstag, 6. August 2013

Astrachan - Der Sturm vor der Ruhe

Nun laufen die letzten Vorbereitungen auf vollen Touren. Waehrend ich heute vormittag im kasachischen Generalkonsulat wegen meines Visums fuer die kommende Woche vorsprach - allein der Weg dorthin waere eine Reportage wert, machten sich freiwillige Helfer ans Putzen des grossen Saals im Pfarrhaus. Das ganze Haus gleicht derzeit eher einer Ruine als einem benutzbaren Gebaeude.
Durch das Wegreissen mehrerer Waende ist wirklich ein sehr grosser Raum entstanden. Doch alles ist noch im Entstehen: Die Umbauarbeiten im Pfarrhaus werden noch Monate dauern. "Haetten wir das Ausmass der Renovierungsarbeiten besser gekannt", sagt Alberta von der Assoziation Johannes' XXIII. ein wenig im Scherz, "dann haetten wir vielleicht in Wolgograd statt in Astrachan gefeiert". 
Morgen ist es so weit: Wir werden dankbar auf 20 Jahre Anwesenheit dieser vom italienischen Priester Don Oreste Benzi gegruendeten Gemeinschaft zurueckblicken. Heute leben sie in "Familienhaeusern" in Wolgograd, Astrachan und Elista. Mit Liebe, heroischer Hingabe und viel Erfahrung wirken Mitglieder der Gemeinschaft Johannes XXIII. unter den Aermsten der Armen. Sie nehmen Menschen von der Strasse auf, die keiner will. Der Wirkungsbereich scheint klein. Im Herzen des Herrn wird jedoch mit anderen Massstaeben gemessen, als wir es oft tun. "Jesus, ... bilde unser Herz nach Deinem Herzen!"





P.S. Herzlichen Glueckwunsch nach Novosibirsk, wo heute des Patronatsfest der Kathedrale und des Bistums gefeiert wird!