Samstag, 14. September 2013

Kennen Sie Syzran?

Syzran ist keine kleine Stadt an der Wolga, auch wenn sie im Ausland kaum jemand kennt: Industriestadt und ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt, 179.000 Einwohner. Vor ungefaehr 20 Jahren begann sich hier eine katholische Gemeinde zu formieren, zu der Zeit, als das wieder moeglich wurde und Deutsche aus Sibirien und Kasachstan an die Wolga zurueckkehrten. 50 Jahre waren seit ihrer Deportation vergangen. Der Ausreise-Tsunami setzt diesem Entwicklungsprozess ein Fast-Ende, denn viele Katholiken waren Deutsche. Eine kleine Aussenstation mit einfachen und dankbaren Christen ist uebrig geblieben. Heute wird Syzran seelsorglich von Uljanowsk aus betreut. Alle zusammen waren wir heute 24 Personen in der vorgefeierten Sonntagsmesse. Manche waren ueber 30 km mit oeffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, um zur Kirche zu kommen. Gleich im Anschluss an die Messe erzaehlte ich aus dem Leben unseres Bistums. Dann gab es "Tee", was einen vollen Tisch mit Butterbroten und Kuchen bedeutet. Abends traf ich schliesslich in Uljanowsk ein, wo man noch fleissig am Vorbereiten fuer morgen war.