Freitag, 20. September 2013

Letzte Pastoralreise vor dem Urlaub - Alexejewka

Trotz herbstlichen Wetters ging es heute wunderbar vorwärts. 836 km zeigte der Tageszähler an, als ich auf den letzten 100 Metern vor dem Ziel ins Schwimmen kam. Die unbefestigte, lehmige Dorfstrasse von Alexejewka war durch Dauerregen tief in den Boden hinein aufgeweicht. Also erreichte ich das Haus der hier tätigen sechsköpfigen geistlichen Gemeinschaft "schwimmend" und dennoch sicher. Das die SMS kein Scherz war, in der ich gestern gebeten wurde, meine Gummistiefel mitzubringen, bestätigte sich beim Aussteigen aus dem Auto. In der Hauskapelle der "Familie Mariens" feierte ich heilige Messe, bevor Bruder Martin ein leckeres Abendbrot auftischte. In den kommenden Tagen werde ich hier einige Erwachsene firmen, aber auch Pater Nikolaij, einen jungen amerikanischen Priester, ins Amt des Pfarrers einführen. Er ist der Nachfolger von Pater Karol, der in diesem Jahr nach Rom zum Studium zurückgekehrt ist.
Alexejewka in Baschkortostan, 8 km nach dem Ende der letzten Asphaltstraße, ist nachts ein total dunkles und stilles Dorf. Nur der Mond bringt ein wenig Licht hinein.