Freitag, 6. September 2013

Samara - 1

Ein dunkler, nebliger, verregneter Morgen: 365 km herbstlicher, von Feldfahrzeugen verschmierter Landstrasse.... Mein Besuch in Samara begann mit dem Mittagessen bei den in der Gemeinde taetigen Ordensschwestern, im 4. Stock eines nicht mehr sehr neuen Wohnhauses. (Vor 100 Jahren gehoerte das Haus zu einem orthodoxen Frauenkloster.) Samara ist die groesste Stadt im Bistum Sankt Clemens, eine der 5 Millionenstaedte im Sueden des europaeischen Teils der Russischen Foederation. Anschliessend fuhr ich mit dem Pfarrer und einem Praelaten aus Weissrussland, der gerade her ist, um bei der Kirchenrenovierung zu beraten, ins orthodoxe Priesterseminar, wurde von einem Seminaristen durchs Dioezesanmuseum gefuehrt und von Erzbischof Sergij empfangen. Er ist Metropolit der Samara-Syzraner Dioezese. Das letzte Mal hatten wir uns vor 10 Jahren getroffen, in Saratow. Er war nach dem ploetzlichen Tod Bischof Alexanders, vor der Ernennung Bischof Longins, als voruebergehender Verwalter eingesetzt. Wir sprachen heute ueber Freuden und Sorgen im Alltag. Unsere Baustelle in Togliatti interessierte ihn besonders. Die erste Begegnung mit unserer Pfarrgemeinde habe ich heute Abend, wenn wir in der grossen, neugotischen Backsteinkirche heilige Messe feiern werden.