Montag, 23. September 2013

Schluß-wort Alexejewka

Ich denke, die Bilder der letzten Tage haben viel erzählt. Was aber nicht abgebildet ist, blieb unerwähnt und höchstens für Insider mit "Durchblick" erkennbar. Was es bedeutet, sich in so armen Dörfer wie Alexejewka und Umgebung mit Hingabe um Seelen zu Sorgen (daher kommt ja das noch gängige Wort Seelsorger - und im weiteren Sinne auch Seelsorgerin), was es bedeutet, Tag aus - Tag ein, Jahr aus - Jahr ein, dort dazusein, ... das ist theoretisch nicht vorstellbar und praktisch kaum nachzumachen. Ich bin Pater Nikolaij (USA), den Brüdern Beat (CH) und Martin (SK) und den Schwestern Gianna (SK), Laura (SK) und Hemma (A) dankbar für ihr ungewöhnliches Zeugnis gegen den Strom, für ihre Treue im geistlichen Leben, für den Frieden im Haus, für ihre - man muss schon sagen - Liebe zu denen, die nichts dafür zurückzugeben vermögen.
Es hatte die ganze Nacht über geregnet. Trotzdem kam ich die schlimmen ersten fünf Kilometer gut durch mit dem Auto. Die übrigen 828 waren dann nur noch ein Klacks (von elfeinhalb Stunden). (-: