Donnerstag, 17. Oktober 2013

Alles noch drin

Der triste Anblick des Nachbarhauses scheint nicht sehr in den Tag hinein zu motivieren. Werden überhaupt "Alte" zum Rentnertag unserer Caritas kommen? Neulich stand irgendwo: "Alle wollen alt werden. - Und keiner will alt sein." Zum Abholen lassen, hatte sich niemand in die Liste eingetragen. Dennoch baut der Tag auf einer guten Erfahrung vom Vorjahr auf. Um 10.00 Uhr beginnen wir mit der hl. Messe. Wir werden sehen ... 
Beim Frühstück mit meinem Gast kamen wir aufs Thema der jährlichen Exerzitien für Priester zu sprechen. Die Auswahl ist nicht groß, erst recht zum Jahresende hin. Um an einem Kurs in Novosibirsk teilzunehmen, muss P. Wladimir drei Tage mit dem Zug fahren, oder 500 Euro für den Flug über Moskau bezahlen. Der St. Clemens e.V. könnte ihm helfen, wenn er grünes Licht aus Novosibirsk bekommt.

Fortsetzung am Nachmittag:
So, "Seniorentreffen" nannte sich das Ganze. Und auch das traf nicht ganz zu. Mir schien eher, dass es - wie jährlich am 11. Februar - ein "Tag der Kranken" war, nämlich mit Spendung der Krankensalbung in der heiligen Messe usw. In der Predigt betrachteten wir unsere begrenzte, und darum: kostbare, Zeit. Die besondere Berufung, in Krankheit und Alter zu beten, setzt einen Lernprozess voraus, den keiner aufschieben sollte. Nach dem Gottesdienst erzählte ich über unser Bistum. Dann musste ich, wegen einiger Verpflichtungen am Schreibtisch, die Runde verlassen. Nach "alter Schule" standen alle unerwartet an ihren Tischen auf, als ich ging, und bedankten sich herzlichst.
P.P.S. Wir tun viel in der Kinder- und Jugendpastoral. Die Alten kommen manchmal zu kurz. Darum bin ich der Caritas dankbar für die Idee, die vom "Blick mit dem Herzen" zeugt.