Sonntag, 13. Oktober 2013

Saratow tief und hoch

So, wie wenn man sich nach einem Wagen mit Automatik-Schaltung wieder an die mechanische Kupplung zu gewöhnen hat - so erging es mir wohl heute nach reichlich zwei Wochen im Ausland. Was mir in der Regel gar nicht mehr aufgefallen wäre, klopfte an die Schwelle des Bewusstseins: Der grobe Umgang von gutgekleideten Passanten untereinander unterschied sich von allem, was ich in den letzten Wochen erlebt hatte. Um auf Saratows Hauptstraße mitzuhalten, musste man an die 70 km/h fahren und gleichzeitig mit draufgängerischen Fußgängern auf den schlecht beschilderten Schutzübergängen rechnen. Das machte unsicher. Mit ihrer Freundlichkeit fiel eine Verkäuferin aus der Reihe... 
Mein Nachmittagsspaziergang führte mich von der tiefsten bis an die höchste Stelle der Stadt: von der 2,8 km langen Brücke über die Wolga bis auf den herbstlichen Hügel, auf dem sich u.a. der Flughafen befindet. Die Abendmaschine nach Moskau startete pünktlich um 18.00 Uhr, kurz bevor die Sonne unterging und ich nach Hause zurückkehrte.