Samstag, 26. Oktober 2013

Verrückt?

Muss nicht irgend wann mal Schluss sein? Morgen weihe ich das "Haus der Stille" (immer noch der vorläufige Name) in Marx ein. - Heute habe ich mir ein Grundstück angeschaut, das eventuell für den Bau eines Altenheimes mit Palliativstation (Hospiz) in Frage kommt. Es liegt zwar einerseits am Stadtrand, d.h. in Wolga-Nähe, andererseits sind es nur 5 Minuten Fußweg zur Poliklinik und 15 Minuten ins Stadtzentrum. Eine Haltestelle vom Stadtbus ist ganz in der Nähe, nur die Kirche selbst ist weit - etwa 30 Minuten zu Fuß. Aber wenn, ... dann wird es im Haus natürlich eine Kapelle geben. Und einen Transport zu den Sonntagsgottesdiensten in die Pfarrkirche zu organisieren, wäre das kleinste Problem. 
Seit 20 Jahren schwebt mir der Gedanke eines christlichen Altenheimes vor Augen. Es wäre sehr nötig! Später kam der Hospizgedanke hinzu. Und seit wir - mit Hilfe von Caritas Osnabrück und "SPES VIVA" - ein Projekt von ambulanter Krankenpflege und Sterbehilfe begonnen haben, ist jene Idee in noch nähere Reichweite gerückt. Die meisten Jugendlichen, die wir während ihrer Ausbildungszeit in Marx betreuen, erlernen einen Krankenpflegeberuf. Das bedeutet, wir könnten auf christliches Personal zurückgreifen. Die von Zeit zu Zeit eingegangenen Spenden für ein solches Projekt sind natürlich noch relativ unbedeutend im Vergleich zu anfallenden Kosten, wenn es ernst wird, ... "ernst würde!" Ich selber bin es, der zurzeit bremst. "Darf nicht irgend wann mal Schluss sein?" - Darf, aber muss nicht.