Donnerstag, 19. Dezember 2013

Ein Band vom Himmel an die Wolga geht durch Karaganda

In Novosibirsk, der "Hauptstadt Sibiriens", ist das Diözesanzentrum (Bischöfliches Ordinariat, Telestudio "Kana", Zentrum der Jesuiten "Inigo") nach ihm benannt. Wer ihn noch persönlich kannte, ist überzeugt: Pater Alexander ist im Himmel. In "Berlin", dem deutschen Viertel von Karaganda (Kasachstan), auch und bis heute "Maikuduk" genannt, konnte man den eifrigen Seelsorger in schwerer Zeiten mit fröhlichem Gesicht auf den Straßen treffen. Er starb wenige Wochen vor meiner ersten Reise in die Sowjetunion, im Frühjahr 1983: Bischof Alexander Chira (Foto rechts). Heute denke ich an ihn, weil es der Tag seiner Priesterweihe ist: Heute vor 93 Jahren war das. Ich weiß es, weil er der - im Heiligen Jahr 2000 - verstorbenen Schwester Anna (Foto links), die 1984, von Karaganda kommend, die Ordensniederlassung der Schwestern in Marx an der Wolga gründete, einst ein Bildchen (Rückseite, siehe Foto Mitte) zum Andenken an diesen Tag schenkte, auf das der ukrainische Priester (Bischof seit 1944) im Dezember 1970 mit eigener Hand geschrieben hatte. Man darf sagen: Mit Schwester Annas Ankunft in Marx, begann die Wiedergeburt der katholischen Kirche an der Wolga.