Freitag, 20. Dezember 2013

Von Hirtenbrief bis Handyaufnahme

Zu Weihnachten sollen alle Gemeinden im Bistum einen Brief bekommen. Darum gab es heute sowohl eine Früh- als auch eine Spätschicht. Weil die Schwestern, die bei mir arbeiten, heute einen Einkehrtag hatten, war ich allein im Büro. Manchmal war das Telefon lästig, manchmal lustig, besonders wenn die Anrufer erschraken, dass ich am Telefon war. Ein Architekt wollte wissen, wie man Pater Clemens heutzutage richtig anspricht. Wahrscheinlich will er mir eine Neujahrskarte schreiben. Eine fremde Frau mit Sektengehabe wollte mir die wichtigste Stelle der Bibel zitieren. Wir drehten den Spieß kurzerhand um, und die Gute war sprachlos. 
Vera aus Astrachan war tagsüber zu Besuch, mit dem Nachtzug her, mit dem Nachtzug zurück, jeweils 900 km, bzw. 10 Stunden Fahrt. Sie kennt sich gut aus im Rechtsschutz für Kinder, seit sie um ihre sieben schwer behinderten Schützlinge kämpfen musste. Mögen ihr die Kräfte noch lange erhalten bleiben! Abends in der Kirche spürte man langsam, dass es auf Weihnachten zugeht. Sowohl vor - als auch nach der Messe baten Leute um die Beichte. 
Halten Sie das Bild vom Bahnsteig nicht für Kunst! Im Dunkeln werden meine Handybilder nicht besser.