Samstag, 14. Dezember 2013

Warum ich heute in Orenburg sein wollte

Um es vorwegzunehmen: Wir haben meinen Besuch in Orenburg (siehe gestriger Flug) auf den 18./19. Januar verschoben. Ein schönes Datum, wegen der Gebetswoche um die Einheit der Christen. So knüpfe ich dann doch wohl auch an die "Beinahe-Tradition" an, der entsprechende meine erste Pastoralreise im neuen Jahr ins Gebiet Orenburg geht. Für heute waren Begegnungen geplant, mit dem Vizegouverneur, den Redemptoristen und mit Gästen. Morgen ist Patronatsfest in Orenburg. gleichzeitig feiern die Redemptoristenpatres aus Polen ihr 20-jähriges Jubiläum in Russland. 1993 kamen sie und nahmen mir damit die Sorge um ein sehr entlegenes Gebiet meiner Quasi-Pfarrei ab. Über 1.000 km hatte ich vorher von Marx aus zu fahren, um die Katholiken in Orsk, Nowotroizk, Druzhba, Fjedorowka u.a. Ortschaften zu betreuen.
Am 3. Adventssonntag sind rosafarbene Messgewänder erlaubt, rosa - heller als violett - als Zeichen der Freude über das Nahen des Herrn. Es wird sicher ein frohes Fest, auch ohne Bischof. "Johannes, nimm dich nicht so wichtig", hat Papst Johannes XXIII. mal scherzhaft vor Journalisten zu sich gesagt... 
Die 150 jährige Pfarrkirche (Orenburg war einer der Verbannungsorte im Zarenreich. Darum gab es dort von Anfang an viele Polen.) war 1932 enteignet und 1994 zurückgegeben worden. In der Zwischenzeit gehörte sie dem Militär und wurde danach als Schuhfabrik umgebaut. Geblieben war ein Schutthaufen. Mit Hilfe von "Renovabis" und "Kirche in Not" wurde die Kirche wieder aufgebaut.
Nun ist noch zu klären, wie ich am Montag nach Moskau komme, wo ich - eigentlich auf der geplanten Rückreise von Orenburg - den Nuntius und den Erzbischof aus Jerewan treffen möchte.