Sonntag, 29. Dezember 2013

Wolgograd

Die Nachricht vom Anschlag im Wolgograder Bahnhof hat uns am frühen Nachmittag erschüttert. "Wolgograd - das ist bei uns", die Nachbargemeinde von Saratow, (auch wenn es 400 km sind). Zu Weihnachten hatte ich an Freunde einen Gruß mit dem Bild der Stalingrader Madonna verschickt, (Stalingrad = Wolgograd). Unsere Kirche in der Millionenstadt steht unweit des Bahnhofs. Und heute ist Sonntag. Ich habe versucht, telefonisch zu erreichen, wen ich konnte. Alle, die ich kenne, sind wohl auf, obwohl manche in der Nähe waren, als es passierte. Es ist grausam und durch nichts zu rechtfertigen, was heute dort, nicht zum ersten Mal, verübt wurde.
Heute ist das Fest der Heiligen Familie...
Wie jeden Sonntagabend in Marx, beten wir jetzt eine Stunde still vor dem Allerheiligsten. Die Opfer, aber auch die Täter, nehmen wir ins Gebet vor den Herrn.

30.12.13: Als mir heute früh eine der Ordensschwestern aus Wolgograd aufs Handy schrieb, es hätte wieder einen Terroranschlag gegeben, und bei ihnen seien alle wohl auf, wunderte ich mich, weil mir schien, das hätten wir doch gestern schon besprochen. Und dann kam der Moment, in dem ich verstand ...