Dienstag, 7. Januar 2014

20 C+M+B 14

Es hat nicht nur mit "Diaspora" zu tun, dass der Brauch der Sternsinger bei uns nicht so verbreitet ist und unsere Seelsorger selbst zur Segnung der Wohnungen nach Dreikönige losziehen. Der Kontakt nach Hause ist sehr wichtig für die Erfahrung dessen, was wir mit Kirche meinen. Gestern und heute hatte auch ich dreimal die Möglichkeit, Wohnungen zu segnen. Für den heutigen Tag hatte die Oma der beiden Mädchen (s. Foto) einen Tisch, ein paar Sitzhocker und das Besteck bei verschiedenen Leuten geborgt, denn sie wollte mich natürlich nach der Segnung nicht ohne Mittagessen gehen lassen. Als die Nachbarin im Treppenhaus gestern hörte, dass "der Bischof kommt", brachte sie am Abend ein großes Glas selbstgemachter Marmelade. Dass der Wasserdruck hier im 5. Stock wieder einmal nicht ausreichte, und dass der Strom irgendwann zwischendurch "wegging und nicht wiederkam", hinderte nicht am fröhlich sein. Die Ritzen der alten Fenster aus sowjetischer Zeit waren mit Papier zugeklebt. - Alles in allem, auch für mich selbst eine gute Erfahrung von Kirche.