Dienstag, 21. Januar 2014

Räubersynode und Hauskirche

Wenn sich die Kapläne einer Region an einem Abend des Monats versammelten, ohne ihre Pfarrer, einfach so, und dennoch mit ernsthaften Themen auf dem Herzen, dann nannten wir das im Bistum Dresden-Meißen "Räubersynode". Hier an der mittleren Wolga gibt es sowas Ähnliches, nur sind die Entfernungen weiter und es sind die Pfarrer selbst, die sich fast monatlich einen Tag frei nehmen und nach Syzran fahren: Von Kazan, Samara, Togliatti, Marx und Saratow kommen sie gefahren. - Und dieser Tag ist heute. Darum "spiele" ich wieder einmal die Rolle des Kaplans und vertrete meine Pfarrer: heute früh 6.30 Uhr den in Marx, und am Abend um 18.00 Uhr in der Kathedrale hier in Saratow. Zwischendurch ist Bürozeit. Die aber wurde durch den erfrischenden Besuch von Pater Raul aus Taganrog aufgehellt. (Zur Erinnerung: Taganrog liegt am Asowschen Meer und an der ukrainischen Grenze. Bis nach Saratow sind es 1000 km, die der argentinische Priester gewöhnlich im Auto fährt.) Thema unseres Treffens war der erste von vier Kongressen, die wir im Laufe von zwei Jahren im Gedenken an das II. Vatikanische Konzil vor 50 Jahren (1961-1965) organisieren, - in jeder Diözese einen. Wir im Bistum Sankt Clemens sind die ersten Veranstalter. Thema vom 1.-4. Mai in Kazan wird sein: "Hauskirche". Gemeint ist die christliche Familie. Wir erwarten 130 Teilnehmer, davon je 10 aus den anderen Diözesen, in der Hauptsache Laien, aber auch die Mitglieder der Bischofskonferenz.