Dienstag, 4. Februar 2014

Diaspora lebt von der Begegnung

Eröffnungsgottesdienst in der Christkönigskirche
Da sind wir wieder einmal an einem Punkt, den man nicht beschreiben, sondern nur erleben kann: Wenn 50 Ordensschwestern aus kleinen Niederlassungen ihrer Gemeinschaften, wo sie zu zwei, zu dritt oder zu viert leben, und das alles auf einer Fläche, die viermal so groß ist wie Deutschland, ... wenn solche Ordensschwestern nach einer langen, mühsamen Winterreise zusammenkommen, dann herrscht so eine Freude, ... dass man dazugehören möchte. Und beim Erinnern daran, dass da Christus "mitten unter ihnen" ist, geht ein Licht auf. 
Das Bistumstreffen der Schwestern begann gestern Abend. Drei wurden tagsüber in ihrem Auto zweimal von einem Schneesturm so aufgehalten, dass sie es nur mit großer Verspätung schafften, andere hatten ungünstige Bahnverbindungen: Die einen kamen schon früh um 4.00 Uhr im 60 km entfernten Saratow an, andere abends kurz vor Mitternacht. Helfer, die für die letzten Kilometer nach Marx sorgten, gab es genug. Die größte, nicht nur logistische, Hilfe sind die Marxer selbst: Pfarrer und Schwestern nehmen all die Gäste in ihrer Diasporapfarrei auf. Es gibt genug Platz und köstliches Essen, trotz kaputter Herdplatten. Das "zufällige" Tagesevangelium war ein guter Beginn für die kommenden zwei Tage. Der thematische Abend gehörte Pater Pawel, dem Leiter unserer katechetischen Komission, und seinem Team.