Dienstag, 11. Februar 2014

Ein ruhiger Tag im kalten Norden Asiens

Gedenktag der Gottesmutter von Lourdes, Tag der Kranken, 12. Geburtstag unserer vier katholischen Diözesen in Russland, ... das alles bestimmte den abendlichen Gottesdienst in der Surguter Sankt Josephs-Kirche, der kurz nach sieben begann und 20 vor neun endete. Es werden um die 60 Katholiken gewesen sein, sowohl vom lateinischen als auch vom byzantinischen Ritus. Es gibt zwei katholische Gemeinden hier in Surgut. Beide Pfarrer zelebrieten mit mir die heilige Messe. Das Sakrament der Krankensalbung überließen sie mir allein. Etwa 30 Erwachsene baten darum. Manchen konnte man ihre Krankheiten ansehen. Die meisten von ihnen beteten sehr innig beim Empfang des Sakraments. Ich bemerkte es beim Händeauflegen (Foto), wie da so manche Träne kullerte. Wider Erwarten, eilte kaum jemand nach dem Gottesdienst zur Bushaltstelle oder nach Hause. Man spürt, dass hier schon etwas gewachsen ist.
Tagsüber hatte ich die Stadt ein wenig kennengelernt. Der total zugefrorene Ob ist hier schon 2 km breit. Ich kannte ihn bisher nur von meinen Besuchen in Novosibirsk, viel weiter im Süden.
Mit drei verschiedenen Flugzeugen kommen heute Nacht die Jugendseelsorger aus dem Moskauer -, dem Irkutser - und aus meinem Bistum hier an. Der arme Pater Jaroslaw holt sie ab. Ab morgen wollen wir arbeiten.