Mittwoch, 26. Februar 2014

Olympia, Gott und Sport

Obwohl sich meine Gäste heute die Klinke in die Hand gaben, hatte ich wieder einmal ein für hier typisches Erlebnis in der Stadt, von dem ich - wenn nur die Zeit reicht - später gern noch berichten möchte, einfach, weil es eine der "Anekdoten aus dem Leben" ist, ... 
Hier kurz etwas anders: Eine der freiwilligen Helferinnen bei den Olympischen Spielen in Sotschi, Schwester Elena, fasste ihre Eindrücke der vergangenen Wochen dankbar in einem kleinen Text zusammen. Unter anderem schreibt sie von der Sonntagsmesse am Abschlusstag, an der sie in einem der drei Olympischen Dörfer teilnahm. Dort hatten Sportler ihre Medaillen mit folgenden Worten auf den kleinen Altar der provisorischen Kapelle gelegt: „Gott hat jedem von uns bestimmte Gaben geschenkt. Er hilft uns, sie zu entfalten. Und wir weihen ihm unsere Erfolge.“ 
Geistlicher Begleiter der polnischen Sportler war Bischof Florczik. In einer seiner Predigten am Anfang holte er das olympische Feuer - bildhaft gesprochen - vom Sockel der griechischen Sage und erinnerte Freiwillige und Sportler daran: "Ihr seid das Licht der Welt..." 

Schwester Elena schrieb auch von der russischen Eishockey-Mannschaft der Frauen, die fast jeden Tag zum Beten in die orthodoxe Kapelle kam, egal, ob sie trainierten, gewonnen oder verloren hatten.