Donnerstag, 6. Februar 2014

Noch ein paar Worte zum Treffen der Ordensschwestern im Bistum Sankt Clemens

Schwester Pawla
Schon der klare Nachthimmel versprach einen kühlen, sonnigen Morgen: Minus zwanzig... Noch einmal hatten wir uns um 8.00 Uhr in der hellen Pfarrkirche zur Morgenmesse versammelt, bevor es wieder an die Arbeit ging. Schwester Pawla hatte den richtigen Draht zu den Teilnehmerinnen.
Im Vergleich zu den vorhergehenden Treffen in den vergangenen Jahren, ist es diesmal ein Tag mehr: also drei Übernachtungen, zwei volle Arbeitstage. Es ging ums Leben, genauer gesagt: um das Leben als Ordensschwester, konkret in unserer russischen Diaspora, in der die Konvente jung und klein sind (gewöhlich kaum mehr als 3 Schwestern) und Arbeitgeber der einzige katholische Pfarrer im Umkreis von Hunderten Kilometern ist.
Aus diesem Grunde hatte ich Pawla Bober von den "Missionsschwestern von der heiligen Familie" eingeladen. Sie hat Psychologie studiert und schöpft aus reicher Berufserfahrung, aber - und gerade darum ist es sinnvoll - auch aus der eigenen Erfahrung als Ordensschwester. Ihr Studium hat sie übrigens an einer staatlichen russischen Universität absolviert, in Rostow-am-Don.
Stilles Gebet vor dem Allerheiligsten, wie auch ein gemeinsamer Teil des täglichen Stundengebets hatten ihren selbstverständlichen Platz im Tagesablauf, wie auch das Helfen in der Küche, ob nun beim Kartoffeln Schälen, beim Reis Aussortieren (Wissen Sie noch, was das ist?) oder beim Abwaschen. Mit einem heiteren Programm unter dem Thema "Reise nach Sotschi" schloss der letzte Abend. Die Ersten brachen dann schon auf, weil manche Züge nur einmal aller zwei Tage fahren. Mit den Übrigen feiere ich morgen früh halb sieben heilige Messe, bevor wir uns nach dem Frühstück - zumindest in Marx - verabschieden.
Tage voller Freude und Dankbarkeit - ein wirkliches Auftanken für die Seele. Wir alle haben gespürt, dass das alles nicht selbstverständlich ist. "Ein Vorgeschmack der Ewigkeit" - klingt übertrieben. "Ein erfrischendes Tröpfchen aus dem Meer von drüben"?