Dienstag, 11. März 2014

"Das gibt's in keinem dreiteiligen ..."

Manche haben vor ca. 6 Monaten von den Kontrollen kirchlicher Einrichtungen in Russland gelesen. Namentlich war damals u.a. die katholische Pfarrgemeinde in Nowotscherkassk (bei Rostow am Don) aufgeführt. Wegen zahlreicher festgestellter Mängel bei der Brandschutz-Vorsorge sollte eine riesige Summe gezahlt werden. Was die Medien später nicht mehr berichteten: Der Pfarrer ging mit der Sache und einem guten Juristen vor Gericht und hatte gewonnen. Auf kurios-traurige Weise hat er nun trotzdem noch die "Strafe" dafür bekommen: Gestern wurde in seine Kirche eingebrochen. Die Polizei ermittelte, dass die Täter durch den Glockenturm eingestiegen waren und leichtes Spiel hatten, weil der Pfarrer die damaligen Auflagen der Feuerwehr alle erfüllt hatte. So steckten z.B. in allen Notausgängen von innen Schlüssel! Kelche, eine Monstranz, zwei Messbücher, ein Messkoffer für den Besuch der Außenstationen etc. sind gestohlen. Den Tabernakel haben die Täter ebenfalls versucht aufzubrechen, wovon Spuren zeugen. Es gelang ihnen jedoch nicht. So wurde die Hauptstadt der Donkosaken innerhalb weniger Monate zum zweiten Mal Tatort ähnlichen Geschehens: In der Neujahrsnacht wurde auf gleiche Weise eine orthodoxe Kirche sakraler Gegenstände beraubt. 
Gut, dass das Pfarrhaus von innen abgeschlossen war. Es gibt einen Druchgang von der Kirche dorthin. Vom materiellen und künstlerischen Wert her, geht es um keine ganz großen Summen. Und um der ganzen Sache noch etwas Positives abzugewinnen, sei erinnert an 1 Thess 5,1.2 ("Über Zeit und Stunde, Brüder, brauche ich euch nicht zu schreiben. Ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommt wie ein Dieb in der Nacht.")