Sonntag, 23. März 2014

Drei Tage mit 37 Schwestern der Diözese Sankt Clemens auf Jesu Spuren in Jerusalem

Sonnenaufgang in Jerusalem
Nur die Reise, das Essen und die täglichen heiligen Messen hatte ich organisiert. Alle Ordensschwestern des Bistums waren zu geistlichen Tagen eingelanden, jetzt in der Zeit vor Karwoche und Ostern, nach einigen oder gar vielen Jahren oft stillen Dienstes in Russland. Etwa die Hälfte aller Schwestern konnte das Angebot annehmen. Sinn der Tage war tatsächlich das persönliche Gebet, und zwar in der Stadt, in der Jesus gewirkt und gelitten hatte, in der er den Kreuzweg ging, starb und auferstand. (Ich bekam von jemandem zur Antwort: "Beten können die auch zu Hause." - Ja, weil sie das können und auch tun, habe ich versucht, den Schwestern verschiedenster Ordensgemeinschaften und verschiedenster Nationalität auf diese Weise zu danken.) Manche nutzten die Nächte und die dann verschlossene Grabeskirche, ... Eingeschlossen beteten und meditierten sie bis zum Morgen im Heiligen Grab und auf Golgotha. Andere durften - ebenfalls über Nacht, als es ganz still dort war - im Garten Getsemani bleiben. Es war eine wunderbare, leichte Atmosphäre, die schnell hilfreiche Distanz zu den Lasten und Sorgen der vergangenen Wochen schaffte und - hoffen wir - auch Kraft zum Weitergehen gab. Den zu kurz gekommenen Schlaf haben zumindest einige auf der Bahnfahrt von Moskau nach Hause schon nachgeholt.