Dienstag, 25. März 2014

Unser neuer Generalvikar

Gestern um 15.23 Uhr öffneten sich die Fahrstuhltüren im 5. Stock unseres Hauses, und Pater Jaroslaw aus Sibirien trat mit seinen zwei Koffern heraus. Er bezog seine Zimmer. Dann fuhren wir zur Abendmesse in die Kirche. Wir haben wieder einen Generalvikar in Saratow! Heute - am Hochfest der Verkündigung des Herrn werden wir ihn offiziell begrüßen. Gemäß Kanon 471 des katholischen Kirchenrechts, wird er ein Versprechen ablegen. Aus allen sechs Dekanaten des Bistums werden Vertreter anwesend sein. Alles weitere - später.
Und "später" - das ist jetzt (23.00 Uhr). Manche der Gäste übernachten noch hier, andere sind bereits wieder aufgebrochen. Tatsächlich waren aus allen sechs Dekanaten des viermal-Deutschland-großen Bistums Vertreter nach Saratow gekommen, um dem bisherigen Generalvikar zu danken und den neuen zu begrüßen: aus Ufa, Kasan, Samara, Elista, Rostow-am-Don, Krasnodar, Naltschik und - natürlich - Marx. Große Feste sind selten in unserer Kathedrale. Heute war eins. Auch die Saratower Pfarrgemeinde hatte das das gespürt und war in großer Zahl anwesend. Ab morgen beginnt die Arbeit für Pater Jaroslaw Mitrzak, ursprünglich aus der polnischen Diözese Siedlce, seit 18 Jahren in Russland (Sibirien). Er ist mein vierter Generalvikar, seit ich zum Bischof geweiht wurde. Sein Vor-vor-vorgänger, der irische Herz-Jesu-Missionar Michael Screene, musste seinerzeit aus gesundheitlichen Gründen in seine Heimat zurückkehren. Heute gedachten wir seiner besonders, weil - soviel ich weiß - für heute eine Herzoperation angesetzt war. Die ganze Gemeinde hat ihn in bester Erinnerung, denn er war Generalvikar und Pfarrer zugleich, ein Seelsorger durch und durch.