Montag, 17. März 2014

P. Dr. Heinz Linnenbrink MSC ist am 12. März 2014 verstorben

Münster 2008
Die Nachricht erreichte mich am Sonntagabend. Er ist der große Wohltäter unseres Georg-Matulaitis-Hauses, in dem wir Jugendliche aus sozial schwachen Familien aufnehmen, damit sie in der Stadt eine Berufsausbildung machen können, während sie von Ordensschwestern begleitet werden und auf diese Weise - ganz nebenbei - zu mehr menschlicher Reife gelangen. Ein Berufsabschluss gibt Hoffnung und eröffnet Chancen für ein selbstverantwortetes Leben. - Seinen Primizkelch (Kelch, den P. Linnenbrink zu seiner Priesterweihe 1960 für die Feier der heiligen Messen bekam), hat er uns im vergangene Jahr geschenkt. 
Der Herr geben seinem Diener und Freund die ewige Ruhe und den himmlischen Lohn für seine Güte!

Die Herz-Jesu-Missionare und die Angehörigen schreiben über Pater Linnenbrink:

„Geliebt sei überall das Heiligste Herz Jesu!“

Wir trauern um unseren Mitbruder
P. Dr. Heinz Linnenbrink MSC

Er wurde am 7. Juni 1931 in Ahlen geboren. Nach dem Abitur an der Kardinal-von-Galen-Schule 1954 begann er das Noviziat in Vussem und band sich durch die erste Profess am 13. Mai 1955 an die Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare. Die philosophischen und theologischen Studien absolvierte er in Oeventrop, wo er am 25. April 1960 die Priesterweihe empfing. Es folgte ein Studium der Jura und Volkswirtschaft in Köln. Während dieser Zeit war er in Neuß an unterschiedlichen Stellen seelsorglich tätig.
Als Provinzverwalter hatte er mehr als 40 Jahre maßgeblichen Anteil an der Entwicklung der Norddeutschen Ordensprovinz und ihrer Werke. Anfang der 70er Jahre sorgte er für die Einführung einer Krankenversicherung und Altersvorsorge für die Mitbrüder. Er führte die schwierigen Verhandlungen zum Verkauf der großen Häuser in Kleve, Oeventrop und Hiltrup. Unter seiner Regie wurden die neuen Häuser in Oeventrop und Hiltrup gebaut. Der weitere Ausbau und die Entwicklung des Johanneums waren ihm stets ein großes Anliegen.
Als sich der personelle Rückgang der Provinz abzeichnete, wurden unter seiner Leitung für die Johannesburg neue Strukturen geschaffen und das Jugendheim in eine Stiftung überführt. Das Gleiche tat er wenig später auch für das Johanneum.
P. Linnenbrink setzte sich auch für die Belange der weltweiten Gemeinschaft der Herz-Jesu-Missionare ein. Er arbeitete eng mit dem Generalverwalter der Gemeinschaft in Rom zusammen. Sein Engagement wurde von allen, besonders von den für die Verwaltung verantwortlichen Mitbrüdern anerkannt. Er setzte sich dafür ein, dass die finanziellen Aufwendungen der MSC-Provinzen gerecht und transparent ausgewiesen wurden. Besonders die Unterstützung der MSC-Ausbildungszentren, die über keine oder nur wenige Einnahmen verfügen und auf die Unterstützung der reicheren Provinzen angewiesen sind, lag ihm am Herzen.
Mit seinem Organisationstalent, das sich schon in der Zeit seines Studiums zeigte, engagierte er sich zeitlebens für benachteiligte Jugendliche und Kinder, auch außerhalb unserer Ordensprovinz. Er unterstützte SOS-Kinderdörfer und Kindereinrichtungen von Schwesterngemeinschaften. Nach Gründung der Münsterschen Kinder-Stiftung entstand in Zusammenarbeit mit der spanischen MSC-Provinz ein Jugenddorf in Argentinien. In Lima erbaute die MKS ein Krankenhaus, Jugendhäuser in Rumänien und Russland folgten.
Wir danken P. Linnenbrink für seinen Jahrzehnte währenden unermüdlichen Einsatz für unsere Ordensgemeinschaft. Ohne seine Kompetenz und sein Engagement wäre vieles in unserer Gemeinschaft nicht möglich gewesen. Wir danken ihm auch für seine Hilfe, die er den Armen und an den Rand gedrängten Menschen, besonders Kindern und Jugendlichen erwiesen hat.
Wir feiern die Eucharistie für unseren verstorbenen Mitbruder am Freitag, dem 21. März 2014 um 9.00 h in der St. Clemens-Kirche, Münster-Hiltrup, Hohe Geest. Die Beisetzung findet um 11.30 h auf dem Friedhof in Münster-Handorf, Ludwig-Wolker-Straße statt. Wir laden herzlich zur Teilnahme ein...