Sonntag, 30. März 2014

So einiges von Sibirien gewohnt, ...

... macht das nicht enden wollende Schneegestöber unserem neuen Generalvikar nichts aus. Zu Fuß machte er sich auf den Weg (Foto) zur ersten Sonntagsmesse mit der Pfarrgemeinde in Saratow. Es ist "Laetare" - der 4. Fastensonntag, der zur Freude ruft. Es ist Sommerzeit - im Westen. Hier hatten wir sie schon den ganzen Winter über. (Was bedeutet, dass nun wieder nur noch zwei Stunden Zeitunterschied zwischen Saratow und Deutschland besteht.) 
In der Fastenzeit haben wir an den Wochenende häufig einen Einkehrtag in der Pfarrgemeinde. Gestern und heute sind die Ministranten dazu eingeladen. Pater Jaroslaw - Jugendseelsorger durch und durch, hat das gern übernommen. 
Nachdem ich die Ordensschwestern des Bistums zu Tagen des Gebets nach Jerusalem eingeladen hatte, werde ich ab morgen auch mit unseren Priestern eine kleine gemeinsame Wallfahrt unternehmen, nach San Giovanni Rotondo, also zum Wirkungsort und zur Ruhestätte von Pater Pio von Pietrelcina. (Etwa die Hälfte aller im Bistum tätigen Priester kommen mit.) Auf den ersten Blick scheint das vielleicht sehr aufwendig, ist es aber nicht, wenn man rechtzeitig plant. Und der Sinn solcher Aktionen ist wichtig: Es ist nicht einfach, katholischer Seelsorger in Südrussland zu sein, wo es nicht selten Hunderte Kilometer bis zur Nachbargemeinde sind. Der Kontakt untereinander ist eine Art Lebenselixier in diesen Weiten. Auch wenn es einer nicht so spürt, denn dann kann es ja der andere sein, der brüderliche Hilfe braucht. In diesem Frühjahr gibt es bei uns keine - sonst übliche - Pastoralkonferenz, eben für diese beiden o.g. Zielgruppen. Stattdessen bereiten wir den ersten von vier gesamtrussischen Kongressen aus Anlass des 50. Jubiläums des II. Vatikanischen Konzils (Rom 11.10.1962-08.12.1965) vor. Unter dem Thema "Hauskirche Familie", wird er vom 1.-4. Mai in Kazan stattfinden. Er passt gut in die Zeit der Vorbereitung auf die Bischofssynode im Herbst diesen Jahres und wird auch einige Impulse von deren Vorbereitung übernehmen. Wie den Schwestern, so möchte ich auch den Priestern danken und mit ihnen um Eifer und Treue beten. "Offiziell" beginnt unsere Wallfahrt mit einer heiligen Messe am Grab von Papst Johannes Paul II., Dienstag früh um 7.15 Uhr.