Samstag, 12. April 2014

Gruss aus Krasnodar

Er scheint eine günstige Verbindung zu sein, der neue Flug von Saratow nach Moskau, abends nach neun. Nachts halb eins ging es weiter nach Krasnodar. Kurz vor drei kam ich an. ... Fazit: Auf die Dauer ist das nichts. (Hätten Sie mir auch vorher sagen können. Ich weiß.) Der arme Pfarrer mußte mich abholen. 
Seit dem Morgen ist im großen Pfarrhaus und in der Kirche Subotnik - Frühjahrsputz. Etwa 15 Frauen jeden Alters haben sich in die Arbeiten geteilt, darunter auch die Generaloberin der Eucharistieschwestern, die Montagnachmittag mit mir nach Saratow fliegen wird, um auch dort und in Marx ihre Schwestern zu besuchen. Zum Mittagessen saßen wir alle an einer großen Tafel. Es gab Krautsuppe und Brot. Von Neuem beeidruckt mich das Tempo der Bauarbeiten auf den einst leeren Sumpfflächen um das Kirchengrundstück herum. Die Hochhäuser sind kaum noch zu zählen. Nun kommt ein Fussballstadion hinzu und - direkt unten am Kirchenzaun (Foto), ein kleiner Baumarkt. Gut, dass unsere Papiere für das Grundstück in Ordnung sind. Um jeden Meter des neuen Stadtbezirks wird gefeilscht.
Morgen feiern wir hier, wie überall, Palmsonntag. Auch für die orthodoxen Christen beginnt die Heilige Woche. Wir feiern Ostern in diesem Jahr an ein und demselben Tag. Am Abend treffen dann die ersten von 20 Priester aus den Süddekanaten ein, um miteinander oder mit mir zu sprechen. Übermorgen ist "Priestertag" - Dank für das Geschenk der Berufung, Priester sein zu dürfen, und Weihe der heiligen Öle, bevor es 15.10 Uhr wieder in die Luft geht: Krasnodar - Moskau, Moskau - Saratow.