Sonntag, 20. April 2014

Ostersonntag auf Marxer Art

O, das war eine Freude, den Ostergottesdienst am Vormittag in der hellen, mit frohen Gesichtern gefüllten Pfarrkirche in Marx feiern zu dürfen. Sonne, Blumenschmuck, Gesang, ... alles passte. Nach den drei großen Tagen in Saratow, hat auch mein Ostersonntagsbesuch in Marx seine Tradition. Nach dem Gottesdienst segnete Pater Tomasz die heute mitgebrachten Osterspeisen. Dann nahmen die Leute vom in der Nacht geweihten Wasser mit nach Hause. Eigentlich ist es ja für die Taufen in der nächsten Zeit bestimmt. Aber es gibt genug davon. Und Weihwasser zu Hause spielt in Russland für viele eine wichtige Rolle. Im Gottesdienst war eine Gruppe russlanddeutscher Frauen, die zurzeit in Saratow an einem Symposium teilnehmen. Heute vormittag hatte man als Programmpunkt die Teilnahme an Gottesdiensten angeboten. Eine große Gruppe war nach Marx in die evangelische Kirche gekommen, eine kleinere zu uns.
Im Katherinensaal unter der Kirche gab es vor dem nach Hause Gehen noch "Tee", das heißt: einen gedeckten Tisch, um dessen Angebot sich die Frauen aus der Pfarrgemeinde gekümmert hatten. Kinder spielten, Erwachsene sangen. Jeder bekam etwas von den typisch russischen Osterkuchen zu kosten.
Der Tag hatte sein Programm bis zum Abend. Unter anderem gehört hier die Vesper (eine Andacht in der Kirche) am frühen Abend immer zum Ostersonntag dazu. Die Zeit verging wie im Fluge. Gut, dass Ostern nicht nach 24 Stunden vorbei ist! Während staatliche Arbeitsplätze morgen wieder ans Werk rufen, dürfen unsere kirchlichen Mitarbeiter noch einen Tag frei machen. Mir scheint, alle haben ihre Pläne für Morgen längst fertig.