Dienstag, 29. April 2014

Unerwähntes

Von den vielen "Unerwähntheiten" im Blog will ich trotz allem zumindest drei kurz nennen. Auf ihre je eigene - stille - Art haben sie mit der Dämmerung des Ostermorgens und seiner Freude zu tun. Ein junger Vater wurde vor ein paar Tagen vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen, der im vergangenen Jahr nach einem mysteriösen Verkehrsunfall schuldig gesprochen wurde... Ein betrunkener Mann, Alkoholiker, der das Vieh eines Reichen weidete, sprach mich in einem Waldgelände an und erzählte mir, auf dem Fichtennadelboden sitzend, seine Geschichte in groben Zügen: Afghanistan, später insgesamt 20 Jahre Gefängnis. Ich weiß nicht, vor wieviel Jahren ihm das letzte Mal jemand zugehört hat. Er aß, was ich ihm anbot. Als er ging, ließ er den Rest liegen...  Gestern bat eine unserer Ordensschwestern um Gebet für ihren sterbenden Vater in Nordamerika. Heute dankte sie und schrieb, dass die ganze Familie bei ihm war, als er am Abend nach zehn entschlief. Sie selbst erlebte die schweren Minuten dankbar via Internetverbindung. Sie sah und hörte, wie ihre Mutter dem Vater sagte: "Mein Pierre, geh' in Frieden ..."